Emotionales Wiedersehen

Während am Tag der Deutschen Einheit zwei unserer Fahrzeuge auf dem Weg in den Heidepark waren,  machte sich ein drittes Fahrzeug, unsere "Lissy 2", auf den Weg zu einer weiteren, sehr emotionalen Sternenfahrt.

 

Der Sohn der Betroffenen hat sich bei uns gemeldet, und uns von einer besonders schweren Familiensituation erzählt. Seine Mutter ist unheilbar erkrankt und diese Krankheit ist bereits so weit fortgeschritten, dass sie ins Hospiz Zugvogel in Sulingen eingezogen ist. Ihr Ehemann jedoch, wohnt im Pflegeheim in Kirchseelte. Er hat durch mehrere Schlaganfälle die Pflegestufe 5 erreicht und ist somit alles andere als mobil. Das Ehepaar hat sich nun auf Grund der gesundheitlichen Lage mehrere Wochen nicht sehen können und beide hatten den innigen Wunsch nach einem sich wieder zusehen. Da vorerst nicht ganz klar gewesen ist, wer von beiden der stabilere für den Transport ist, haben wir uns mit beiden Einrichtungen darauf geeinigt dieses am Tag der Fahrt spontan zu entscheiden. Beide Einrichtungen sind sowohl für den Besuch des anderen oder des Ausfluges vorbereitet gewesen.

 

Nachdem alle medizinischen Aspekte abgeklärt wurden haben wir uns dafür entschieden den Ehemann aus der Pflegeeinrichtung in Kirchseelte ins Hospiz nach Sulingen zu fahren. Gegen 14:30 Uhr traf dann unser Sternenfahrten Team in Kirchseelte ein und fuhr den Ehemann liegend ins Hospiz in Sulingen.  Und so konnten die Eheleute im Beisein des Sohnes noch ein bisschen Zeit miteinander verbringen.

 

Der Moment des Treffens ist für alle Beteiligten inkl. unserer Helfer sehr emotional gewesen. Leider hieß es nach nur knapp einer Stunde wieder voneinander Abschied nehmen zu müssen, und wir haben den Herren wieder in seine Pflegeeinrichtung gebracht. 

 

Schön, dass auch dieser Wunsch noch erfüllt werden konnte. Wir hoffen, dass alle Beteiligten viel Kraft aus diesem Moment ziehen konnten.

 

Ein Hinweis in eigener Sache: Wir veröffentlichen nicht jede Sternenfahrt und entscheiden dieses bei besonders brisanten Fällen spontan. Zu einem gibt es Fahrgäste die keine Veröffentlichung wünschen und zum anderen gibt es menschliche, emotionale Seiten die wir nicht nach außen zerren und vorführen wollen. Auch für diesen Bericht gab es die Freigabe und es gibt auch sehr emotionale Fotos auf deren Veröffentlichung wir aber in diesem Fall verzichten möchten. Der 03.10.2019 hat uns und unserem Team wieder einmal gezeigt wie viel Herz in dem Sternenfahrten Projekt steckt und was wir damit bewegen können.

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Kommentare: 1
  • #1

    Frau Heins (Donnerstag, 10 Oktober 2019 16:52)

    Ihr seid so toll und mit Geld nicht zu bezahlen Dankeschön an alle die das ermöglich machen ��